Warum vegan?

Ethische Gründe

Die Herstellung sämtlicher Tierprodukte verursacht unvermeidbar Tierleid, sei es durch die Zwangsbefruchtung von Tieren, um weitere Nachkommen zu züchten, sei es durch enge und unhygienische Bedingungen in der Massenhaltung, sei es schlussendlich im Schlachthaus. Tiere wollen leben, in Freiheit und Würde, mit ihrer Familie und ihren Freunden, so wie wir. Sie wollen nicht von uns als Besitz betrachtet und ausgebeutet werden. Sie wollen nicht im Schlachthaus einen verfrühten und grausamen Tod finden.

Nicht zuletzt leiden auch Menschen unter der Tierindustrie, beispielsweise als schlecht bezahlte Schlachthausmitarbeitende, die keine andere Erwerbsmöglichkeit haben und somit die undankbare, grausame und mental destruktive Arbeit ausführen müssen, für unseren Konsum Tiere zu töten. Dazu kommt, dass ein signifikanter Anteil der globalen Getreideernte an Tiere verfüttert wird, während hunderte Millionen Menschen hungern.

In der heutigen Gesellschaft, in der uns eine sichere wie auch unglaublich vielfältige Lebensmittelproduktion zur Verfügung steht, sind wir nicht mehr darauf angewiesen, Tiere auszubeuten, um zu überleben. Wir können unseren Bedarf an Nährstoffen komplett durch eine ausgewogene pflanzliche Ernährung decken. Dank neuester kulinarischer Innovationen können wir auch die selben Gerichte und Geschmacksrichtungen erleben wie bisher, einfach aus Pflanzen hergestellt. Daher sind wir überzeugt, dass eine vegane Lebensweise aus tierethischer Sicht die richtige ist.

Umweltschutz

Die Produktion von tierischen Nahrungsmitteln ist sehr ineffizient, sowohl durch Futtermittelbedarf als auch durch Platznutzung. Je nach Tierart müssen für eine Kalorie produziertes Fleisch 4 bis 12 Kalorien an pflanzlicher Nahrung verfüttert werden. Daher wird für eine omnivore Ernährung pro Person weitaus mehr Ackerfläche und Wasser verbraucht als für eine vegane Ernährung. Obwohl die Produktion tierischer Nahrungsmittel etwa 70% der globalen Ackerfläche beanspruchen, liefert sie nur etwa 20% der global konsumierten Kalorien. Die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes geschieht mehrheitlich für die tierische Landwirtschaft: Neben der Schaffung von Weideflächen wird dort Soja angebaut, und dieses dient grösstenteils der Produktion von Futtermitteln, und nicht dem menschlichen Verzehr. Nicht zuletzt ist beispielsweise der Methanausstoss von Kühen problematisch, da Methan ein sehr starkes Treibhausgas ist. Die Tierindustrie verursacht etwa genauso viele Treibhausgasemissionen wie der gesamte Verkehr – also so viel wie alle Autos, Lastwagen, Züge, Schiffe und Flugzeuge zusammen.

Gesundheit

Eine rein pflanzliche Ernährung ist heute problemlos möglich. Renommierte Ernährungsinstitute wie beispielsweise die Academy of Nutrition and Dietetics (ehemals American Dietetic Association) geben an, dass eine gut geplante vegetarische oder vegane Lebensweise in jedem Entwicklungsstadium möglich ist, und sogar gesundheitliche Vorteile mit sich bringen kann. Eine vegane Ernährung reduziert nachgewiesenermassen das Risiko für mehrere Arten von Erkrankungen, die vermehrt in westlichen Industrienationen auftreten, darunter Herzerkrankungen, Übergewicht, Diabetes und verschiedene Arten von Krebs.